Sehr geehrte Pressevertreter:innen,
liebe Kolleg:innen,

herzlich willkommen im Bereich zur Berichterstattung anlässlich der Buchvorstellung „Erzählen als Widerstand – Berichte über spirituellen und sexuellen Missbrauch an erwachsenen Frauen in der katholischen Kirche“. Die Pressekonferenz fand als Video-Konferenz am 19.11.2020 um 11 Uhr statt. 

Wir freuen uns über Ihr Interesse an der Thematik und stellen Ihnen gerne begleitende Informationen zur Verfügung. 


Einführung

Bücher haben ihre Geschichte. Die MHG-Studie (2018) und die Arte-Dokumentation „Gottes missbrauchte Dienerinnen“ (2019) veranlassten den Katholischen Deutschen Frauenbund e.V., sich entschieden gegen den Missbrauch in der Katholischen Kirche zu positionieren (vgl. Stellungnahmen und Pressemitteilungen). Gleichzeitig war dem KDFB bewusst, dass Frauen, die als Erwachsene im Raum der Kirche spirituellen oder sexuellen Missbrauch erlitten, immer noch weitgehend unsichtbar sind. Deshalb hat der Verband betroffene Frauen aufgerufen, ihre Erfahrungen zu schildern (Aufruf).

Aus den eingesandten Berichten ist innerhalb von zehn Monaten das Buch „Erzählen als Widerstand“ hervorgegangen. 23 Frauen berichten über den spirituellen und sexuellen Missbrauch, der ihnen angetan wurde. Sie schreiben außerdem, wie dieser Missbrauch bis heute ihr Leben prägt und auf welche Widerstände sie bei der Aufarbeitung stoßen. Zahlen und Einsichten erlauben einen schnellen Überblick zu Betroffenen und Täter*innen, Missbrauchstaten und Täterstrategien. 

Ohne die Stimmen der Betroffenen kann es keine Aufarbeitung und Prävention geben. Kurze Audiosequenzen mit eingesprochenen Texten machen diese Stimmen auch hörbar; die Zitate stehen zudem als Textdatei zur Verfügung. Aus den Erzählungen der 23 Frauen formt sich ein Gesamtbild, wie sich spiritueller und sexueller Missbrauch an Erwachsenen im Raum der Kirche manifestiert: als Taten gegen die spirituelle und sexuelle Selbstbestimmung der Betroffenen, mittels Gewalt und Zwang und unter Ausnutzung von Macht– und Autoritätspositionen (vgl. Einführung).

Die Herausgeberinnen stehen für Presseanfragen gerne zur Verfügung (Biografien unter Informationen und Kontaktdaten).


Leseproben aus „Erzählen als Widerstand“


Stimmen der Betroffenen


Statements der Herausgeberinnen


Für Rückfragen stehen die Herausgeberinnen zur Verfügung

Dr. theol., theologische Referentin in der Fort- und Weiterbildung Freising. Sie gehört zum Trägerteam der Initiative GottesSuche – Glaube nach Gewalterfahrungen. Arbeitsschwerpunkte: Seelsorge nach Missbrauch, traumasensible Gottessprache, systemische Auswirkungen bei Missbrauchsaufdeckung in Institutionen.

Dr. theol., Theologin und Kirchenhistorikern, Dozentin des Theologisch-Pastoralen Instituts in Mainz. Seit 2014 ehrenamtliche Vorsitzende der Theologischen Kommission des KDFB. Sie forscht zur mittelalterlichen Exegesegeschichte, zu Frauenbewegungen, Ökumene und zum Zweiten Vatikanischen Konzil.

Dr. theol. habil., Professorin für Pastoraltheologie und Homiletik an der Universität Regensburg. Sie ist Vorstandsmitglied von AGENDA – Forum katholischer Theologinnen e.V., Mitglied der Theologischen Kommission des KDFB und Mitglied der Schriftleitung der Lebendigen Seelsorge. Forschungsschwerpunkte: Bezüge von gesellschaftlichen Diskriminierungs- und Exklusivierungsdynamiken und kirchlichem Handeln, diakonische Präsenz der Kirche in der Gegenwart und theologisch-feministische Forschung.

Germanistin und Theologin, Geistliche Beirätin des KDFB, Mitglied des KDFB-Bundesvorstandes und der Theologischen Kommission des KDFB. Sie ist Redakteurin der Monatsschrift Magnificat, Buchautorin und Mitherausgeberin des Messbuchs. Sie arbeitet als ausgebildete Trauerbegleiterin in Bonn.



Buchvorstellung

Herausgeberinnen und Expertinnen führten am 25. November in die Themen von „Erzählen als Widerstand“ ein. Sie benennen dort erste Lernerfahrungen aus den Berichten der Betroffenen, ohne deren Stimmen es keine Aufarbeitung und Prävention geben kann.


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